Was ist Tierphysiotherapie?                                            ->Startseite

Physiotherapie, auch physikalische Therapie; allg. Anregung oder gezielte Behandlung gestörter physiologischer Funktionen (Reiz-, Reaktions-, Regulations-, Adaptionstherapie) mit physikalischen, naturgegebenen Mitteln; z. B. Wasser (Hydrotherapie), Wärme und Kälte (Thermotherapie), Licht (Lichttherapie), Luft (Klimatherapie), statisch-mechanisch (Massage), mit dynamischen Kräften (Krankengymnastik, Ergotherapie), Heilquellen (Balneotherapie), Elektrizität (Elektrotherapie).” (Definition Pschyrembel).

Sinnvolle Ergänzung zur Tiermedizin

Die Tierphysiotherapie ist in Deutschland eine relativ neue Ergänzung zu den bestehenden veterinärmedizinischen Behandlungen. Viele gesundheitlichen Probleme lassen sich durch gezielte physiotherapeutische Behandlungen positiv beeinflussen.
Die Zusammenarbeit mit dem behandelnden Tierarzt zu suchen ist ein wichtiger Grundsatz in der Tierphysiotherapie.

Hohe Anforderungen und Belastungen im Sport

Da heute sowohl im Pferde- als auch im Hundesport sehr hohe Leistungsanforderungen bestehen, ergeben sich daraus enorme Belastungen und Überlastungen für Pferde und Hunde. Diese Be- und Überlastungen können Schäden am gesamten Bewegungsapparat hervorrufen.

Beim Hund spielen ebenso die Nutzung (Sport, Gebrauchshunde etc.), die Haltung und die Ernährung eine wichtige Rolle für die Gesunderhaltung.

Gesunderhaltung beim Pferd

Auch wenn der Reiter alles richtig macht, ändert dies nichts an der Tatsache, dass Pferde nicht zum Tragen von Lasten geschaffen wurden. Die Aufwölbung des Rückens unter dem Reiter und die Aufrichtung des Pferdes ist eine wichtige Voraussetzung für die Gesunderhaltung des Pferdes. Diese Entlastung des Pferderückens ist jedoch immer verbunden mit einer vermehrten Lastaufnahme der Hinterhand, die wiederum eine vermehrte Gelenkbelastung und -überlastung mit sich bringt.

Sattel und Hufe
Da sich ein unpassender Sattel und falscher Beschlag grundsätzlich negativ auf die Gesundheit des Pferdes auswirken, ist eine Zusammenarbeit des Tierphysiotherapeuten mit Sattler und Hufschmied sehr sinnvoll.

Probleme durch den Körperbau
Beim Hund treten in Verbindung mit dem, je nach Zuchtziel erwünschten Körperbau spezifische Probleme auf. So entstehen durch bestimmte Ausprägungen in Gliedmaßenstellung, Gliedmaßenwinkelung, Rückenlinie, Knochenlängen-Verhältnissen, geforderten Gangarten etc. bestimmte Belastungen und Überlastungen.

Ziele in der Physiotherapie sind somit….

die Prävention (Vorbeugung), d.h.

• Gesunderhaltung des Tieres
• Minimieren des Verletzungsrisikos
• Steigerung des körperlichen und psychischen Wohlbefindens
• Erreichen einer Leistungssteigerung.

die Rehabilitation (Nachsorge)

Die Tierphysiotherapie ist ein wichtiger Bestandteil in der Rehabilitation nach best. Erkrankungen und Operationen (betreffend z.B. Muskel-, Sehnen-, Bänder-und Gelenkerkrankungen, Rückenbeschwerden, Spat, Arthrose, Kreuzbandriss, Hüftdysplasie, Kissing Spines, Spondylose, Discopathie (Bandscheibenvorfall), Narben etc.). Ursachen der Probleme können z.B. sein: Verletzungen, Traumata, Unfälle, akute oder chronische Erkrankungen des Bewegungsapparates, Reitfehler, unpassender Sattel, falscher Beschlag, Haltungsfehler, Ernährungsfehler etc..

Ziele der Rehabilitation:
• Schmerzlinderung
• Beschleunigung der Heilung
• Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit
• Beseitigung der Ursachen.

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